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A Magicman goes racing

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 BeitragVerfasst: Mi 6. Feb 2019, 10:58   
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st_simon hat geschrieben:
Das tut mir sehr leid, das sind Dinge, die man als Züchter/Pferdehalter mit eher kleinem Bestand mal so gar nicht braucht.... :( Ich fand Ayalon schon nach den Fohlenfotos auf TT herausragend. Ist er denn weiterhin lahm?


Er sieht auch echt toll aus, deswegen geht Alexa auch wieder zu Tai Chi.
Nein, er war seit dem ersten Auftreten im Juli nicht mehr lahm, der nicht behandelnde Tierarzt sagte gestern allerdings, dass er nach Sichtung der Röntgenbilder kaum glauben könne, dass er NICHT lahmt. Klar ist das ärgerlich, dass einem quasi die gesamte Produktion weggebrochen ist, aber ich befinde mich ja in "bester" Gesellschaft. Görlsdorf hat Wunder verloren, dieser Mist macht vor niemandem halt.

Was jetzt zählt, ist, dass dem Pferd der beste Abschied gegeben wird, daher wird er in der Box eingeschläfert und nicht von einem Schlachter abgeholt, damit ich da noch 100€ oder so rausschlage.

spike hat geschrieben:
Es tut mir sehr leid für ihren Kleinen und für Sie.Es ist immer schwer ein Pferd gehen zu lassen,aber viel schwieriger bei einem Selbstgezogenen .Es kommen schon sehr viele Emotionen dazu,man hat sooooo viel Herzblut reingesteckt(das finanzielle zählt natürlich auch).Ich wünsche ihrer Mutterstute , ihrem nächsten Nachwuchs und Ihnen alles, alles Gute. LG Spike


Danke :-)


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 BeitragVerfasst: Mi 6. Feb 2019, 11:22   
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Solange er nicht lahmt, würde ich ihn noch das Leben genießen lassen.
Beim Menschen setzt man im Falle einer fortgeschrittenen Arthrose ein künstliches Gelenk ein (Knie, Hüfte) oder führt eine Gelenkversteifung (Knöchel) durch. Das Kronbein beim Pferd dürfte etwa dem Knöchel beim Menschen entsprechen. Kann man da nicht auch versteifen?

_________________
Deutsches Derby 2016
Bilder der Derby-Teilnehmer 2016


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 BeitragVerfasst: Mi 6. Feb 2019, 12:32   
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Wohnort: münchen
früher hat man bei athrose "gebrannt". ist aber mittlerweile (schon gut 30 jahre) verboten .


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 BeitragVerfasst: Mi 6. Feb 2019, 12:58   
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Registriert: Fr 1. Feb 2019, 10:59
Beiträge: 5
Hat aber geholfen. Man hat eine künstliche Entzündung damit erzeugt, der Körper reagiert und ein Heilprozess setzt ein. Ohne Behandlung schließt sich die Ziste in einen Knochenring ein und verändert sich nicht, wächst bei einem jungen Pferd sogar mit.
In Frankreich wird das zu über 90 Prozent erfolgreich behandelt. Man tropft Tildren (einige spritzen auch in die Vene) . Gerade bei jungen Pferden (Jährlinge/Fohlen) ist die Erfolgsaussicht sehr groß, da sie noch im Wachstum sind und man das Mitwachsen der Ziste damit unterbindet.

Allerdings nicht ganz billig, eine komplette Anwendung liegt bei € 300,- bis 450,- . Leider gibt es in Deutschland nicht viel TÄ, die damit Erfahrung haben. Die grossen Gestüte schon. Ganz wichtig ist, dass die Behandlung bis zum Ende durchgeführt wird und nicht unterbrochen wird. Nach meiner Erfahrung würde ich Tildrem tropfen. Es wird einmal die Woche langsam in die Vene getropft und muss mindestens 5 Wochen pingelig genau am selben Tag möglichst um die selbe Zeit getropft werden um den Titer gleich zu halten. Man kann es auch 7 Wochen tropfen. Leider wird oftmals nach 2 oder 3 Wochen aufgehört, weil es dem Pferd vermeintlich besser geht. Damit ist die gesamte Behandlung nutzlos geworden.

Im Gegensatz zum Brennen, bzw. Punktfeuer ist diese Behandlung für das Pferd fast (Kanüleneinstich ausgenommen) schmerzlos und deshalb auch vorzuziehen. Ausserdem hat Tildren eine Depotwirkung von 7 Tagen. Es muß aber über mehr als einen Monat ein gleich hoher Titer erhalten bleiben. Wer sehr neugierig ist, kann auch ein Kontrollbild ( Röntgen) zwischendurch machen. Hilft dem Pferd nicht, dem Besitzer manchmal....

Viel Glück und Hals und Bein


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 BeitragVerfasst: Mi 6. Feb 2019, 14:23   
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Registriert: Mo 1. Nov 2010, 18:55
Beiträge: 332
AMagicman hat geschrieben:
Nein, er war seit dem ersten Auftreten im Juli nicht mehr lahm, der nicht behandelnde Tierarzt sagte gestern allerdings, dass er nach Sichtung der Röntgenbilder kaum glauben könne, dass er NICHT lahmt.


Aber das ist eben die Crux. Röntgen ist das eine, Klinik das andere. Und wenn er nicht lahmt, spricht das fürs Pferd, definitiv. Es gibt Pferde mit grottengrausligen Röntgenbildern, die nie lahmen, wo aber jeder TA die Hände über dem Kopf zusammenschlägt (es gab mal das erfolgreiche Springpferd Dollar Girl von Nick Skelton, bei Ansicht der Röntgenbilder hätte man sich da freiwillig keinen Meter drauf gesetzt...) und dann gibt es die mit dem 1-er TÜV und den fehlerlosen Röntgenbildern, die aber trotzdem bei jedem Fehltritt mimimi schreien. Ist zwar nicht die Regel, kommt ab er häufiger vor, als man denkt.

So lange er nicht lahmt, würde ich an eine Chance als Freizeitpferd glauben. Schwierige Entscheidung, allemal.


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 BeitragVerfasst: Mi 6. Feb 2019, 15:01   
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Beiträge: 8117
Wohnort: münchen
Barbara K. hat geschrieben:
Hat aber geholfen. Man hat eine künstliche Entzündung damit erzeugt, der Körper reagiert und ein Heilprozess setzt ein.
Viel Glück und Hals und Bein

richtig ist, die pferde waren schmerzfrei. und problematisch weil sie auch neue verletzungen an der stelle nicht spürten. was sich beim reiten recht negativ äußern kann ...


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 BeitragVerfasst: Mi 6. Feb 2019, 20:07   
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Also jetzt mal halblang. Einen offensichtlich gravierend geschädigten Vollblutjährling großzuziehen, in der (geringen) Hoffnung, dass er vielleicht mal als Freizeitpferd genutzt werden kann…? Wer das macht, hat meine Bewunderung. Wer nicht, aber auch mein volles Verständnis.


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 BeitragVerfasst: Mi 6. Feb 2019, 20:29   
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so traurig das alles ist, und was auch passieren wird, der Besitzer wird mit Sicherheit die richtige Entscheidung treffen


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 BeitragVerfasst: Do 7. Feb 2019, 02:33   
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Das wird er!

@ Barbara K: koennen nach Ihren erfahrungen so behandelte und "geheilte" pferde trainiert werden und sogar rennen laufen?
Ich glaube, wenn da nur eine geringe moeglichkeit besteht, dass das bei belastung doch noch zusammenbricht, wuerde ich so eine verantwortung nicht uebernehmen wollen.


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 BeitragVerfasst: Sa 9. Feb 2019, 08:38   
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Beiträge: 174
Seinem selbst gezogenen noch so jungen Sprössling das Leben nehmen zu müssen ist doch der besch... Gang überhaupt, insofern verstehe ich den Post von AMagicman "das letzte, was man verliert, ist die Hoffnung".

Beiträge wie von Barbara K. finde ich sehr interessant, je nachdem wie viel Herzblut (und Moneten) ein Züchter für sein Pferd hat, obliegt es ihm zu entscheiden, wohin der Weg geht.


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 BeitragVerfasst: Sa 9. Feb 2019, 12:12   
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Registriert: So 31. Okt 2010, 22:25
Beiträge: 2317
Cosgrove hat geschrieben:
Beiträge wie von Barbara K. finde ich sehr interessant, je nachdem wie viel Herzblut (und Moneten) ein Züchter für sein Pferd hat, obliegt es ihm zu entscheiden, wohin der Weg geht.


Die Behandlung hat sehr viel gekostet, aber das ist egal. Wir haben alle Verantwortung für das, was wir kreiert haben. Der Kleine wäre auf die Auktion gegangen und ich hätte sowieso nur einen Bruchteil dessen erlöst, was die Aufzucht gekostet hat.

Und dennoch habe ich die Verantwortung für dieses junge Leben und das Pferd hat es verdient, dass alles menschenmögliche für es getan wird. Leider hat es nicht geholfen und der Zeitpunkt, wann er Schmerzen bekommen würde und ständig Gefahr läuft, dass das Kronbein zusammenbricht, rückt näher. Soll ich so lange warten? Das er mit einem zerbröselten Kronbein auf der Koppel steht? Noch ist er schmerzfrei und wird so sanft es geht eingeschläfert, das bin ich ihm schuldig.

Habe mich heute von ihm verabschiedet und im Auto geheult wie ein Schloßhund. Jeder, der selber Pferde auf kleiner Basis züchtet und schon mal diese Entscheidung treffen musste, kann nachvollziehen, wie es mir gerade geht.

Wenn so etwas im Rennen oder Training passiert, ist das echt Sch***, aber wir wissen alle um die Gefahren des Sports. Aber nun ganz allein diese Entscheidung über ein Leben treffen zu müssen, das noch nicht einmal richtig begonnen hat... wow. Ich habe jetzt wirklich mit meinen 4 Produkten alles erlebt. Die Höhen und vor allem die Tiefen. Das hatte ich so nicht erwartet, als ich begonnen habe. Und trotzdem liebe ich diesen Sport und alle meine Pferde. Und weiß jetzt umso mehr zu schätzen, was es bedeutet, wenn ein Pferd das Derby gewinnt. Der Weg bis da ist so unglaublich steinig und hart, da kommen nur die allerbesten durch.


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 BeitragVerfasst: So 10. Feb 2019, 08:31   
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ich habe hier still gelesen, Es tut mir sehr leid A Magicman...run free little one :(


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 BeitragVerfasst: Mo 11. Feb 2019, 01:11   
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Registriert: Do 4. Nov 2010, 04:12
Beiträge: 140
Es ist so schlimm, dass man nicht nur die entscheidung treffen, sondern auch noch den zeitpunkt festlegen muss. Sie haben diese verantwortung nicht gescheut, und dafuer hut ab.
LG Pookie


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 BeitragVerfasst: Mo 11. Feb 2019, 10:56   
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Beiträge: 5017
Wohnort: Rheinprovinz/Preußen
@Magischer Mann
Das ist nicht nur eine schwere Entscheidung und ein schwerer Weg für einen kleinen Züchter mit einer Stute. Wir hatten im Reitstall ein paar mehr Pferde und diese Entscheidung mußte mehr als einmal im Jahr getroffen werden, allerdings meisten bei alten Pferden. Und es war für die Beteiligten fast jedes mal ein Angang, weil es doch irgendwie noch gehen könnte. Mein Vater war da einerseits ziemlich konsequent und sagte, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende. Aber wenns dann zur Tat ging, war er nicht dabei. Die Pferde wurden geschlachtet und nicht mit der Spritze getötet und ich halte das auch für die bessere Methode, weil es schneller geht. Jedenfalls überließ mein Vater das dann dem Pferdemetzger, den er schon seit Generationen kannte und seinem Stallmeister, der dann mit zum Schlachthof "durfte". Vater konnte das einfach nicht, auch vor dem Hintergrund, daß er vor 1945 viel zu viele Pferde hat krepieren sehen.

Glauben Sie mal nicht, daß das nur für einen Ein-Pferde-Züchter eine schwere Entscheidung ist. Das liegt jedem Pferdemann schwer im Magen. Und was ich hier gelesen habe, haben Sie eine richtige Entscheidung getroffen. Ein Vollblüter wird gezüchtet, um Rennen zu laufen und nicht, um irgendwo auf einer Wiese hinter dem Garten unter fragwürdigen Bedingungen sein Leben zu fristen. Das mag für ein Pony das passende Leben sein aber nicht für einen Blüter mit einer ganz anderen Physis und Psyche. Und dann wandert er schlimmstenfalls von einer Hand in die Andere etc.. Also lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende - und ich glaube, Sie haben alles richtig gemacht!

v. Blücher


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 BeitragVerfasst: Mo 11. Feb 2019, 21:10   
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Beiträge: 1074
Das tut mir sehr leid zu lesen.


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