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Die UET hat eine neue Präsidentin

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 BeitragVerfasst: Mo 3. Jun 2019, 19:41   
Rennleitung
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Registriert: Do 24. Apr 2014, 12:02
Beiträge: 141
Die Union Européene du Trot (UET) ist ein noch zahnloser Papiertiger.
Noch überwiegen widerstreitende Interesse und Landesgewohnheiten ohne europäische Dimension.
Aber das muss nicht so bleiben.


Die UET wurde 1973 gegründet. Zu den Gründungsländer zählen:
Belgien. Dänemark, Deutschland, Frankreich, Holland, Österreich, Norwegen und Schweden.

2019 ist die Zahl der Mitgliedsländer auf 21 angewachsen.

7.078 Milliarden € wurden 2018 auf Traber im Bereich der UET gewettet.

61.814 Trabrennen wurden organisiert.

461 Rennbahne liegen im Bereich der UET.

5189 Trainer sind im Bereich der UET registriert.

Diese europäische Dimension wird häufig aus den Augen verloren, weil die UET sich schlecht verkauft. Die Publikationen der UET sind informativ, aber was in den letzten Jahren fehlte war die Beschreibung der Zukunft. Das könnte sich nun ändern. Die UET hat nunmehr eine Präsidentin.

Die in Schweden auf dem Laufenden sind werden die Dame kennen: Die Chirurgin, Frau Alaviuhkola ist seit 30 Jahren auf Pferde spezialisiert und leitet zwei Kliniken in Schweden mit über 100 Mitarbeitern. Sie lebt mit ihrer Familie in einem Pferdeleistungszentrum (170 Traber sind dort stationiert). Ihre Tochter ist Amateurfahrerin. Die Familie züchtet auch im kleineren Rahmen, 2, 3 Fohlen jährlich. Sie ist seit 9 Jahren Mitglied im Verwaltungsrat der Schwedischen Traberorganisation und deren Präsidentin seit 2018, außerdem ist sie Vizepräsidentin der ATG.

Und nun hat sie Nachfolge von Jean-Pierre Katzer angetreten. Der acht lange Jahre am Ruder war, aber kaum jemand fand, der bereit war, das Ganze über das Eigeninteresse zu stellen. Die unrühmliche Bremserrolle der Deutschen Vertretung in Sachen Europäischer Züchterprämie soll hier nicht unerwähnt bleiben. Es ist nicht einmal geglückt für die UET Rennen eine sicherzustellen. Stattdessen kassieren die Verbände die Züchterprämien ohne Züchter zu sein. Ein unhaltbarer Zustand. Vol manifest, sagt man in Frankreich und das lässt sich mit “konzessioniertem Diebstahl übersetzen. Genug davon.
Das Thema bleibt uns erhalten.

In Berlin gab es dann die erste Sitzung nach der Januar Wahl und der Deutsche HVT Präsident war Gastgeber. Leider gab es weder einen Bericht noch eine Pressekonferenz. Die UET hat sich dem Gastgeber angepasst: Schweigen.

Was sind die aktuellen Pläne der UET?

Soweit man sich auf gut Unterrichtete verlassen kann geht es um einige Projekte, die schon länger in der Pipeline sind, aber dort wie Rohrkrepierer gehalten werden. Der Männerclub hat sich als unfähig erwiesen, die europäische Idee voranzubringen. Es wäre schön, wenn eine Frau das schaffen würde. Als da sind:

Die Schaffung einer europäischen Datenbank für alle Traber in Europa,
damit die Aktiven und die Turfisten Informationen zur Verfügung haben, die belastbar sind.

Wer Geld einsetzt hat auch Anspruch auf umfassende und zutreffende Informationen hinsichtlich der Teilnehmer am Rennbetrieb.

Die Auslobung einer Europäischen Pferdewette, die weltweit bewertet werden kann und die eine Größenordnung von wöchentlich 10 Million Euro haben sollte.

An den Modalitäten wird gearbeitet. Aber die UET kann nur versuchen auf die Politik einzuwirken, damit dort eine entsprechende Initiative auf den Weg gebracht wird. Aus französischer Sicht ist das im Senat und auch im Europaparlament zu bewerkstelligen. Deutsche Initiativen sind bisher nicht bekannt. Und ob die Galopper sich anschließen würde vermag ich zur Stunde nicht zu sagen. Es liegt aber im Interesse des gesamten europäischen Pferderennsports.

Europäische Trabrennordnung - Harmonisierung der Bestimmungen
und vor allem Schaffung eines Europäischen Sportgerichts und Anerkennung der Landesurteile.
Die Schaffung von Supervisors der UET, die Rennleitungen beurteilen und sanktionieren können.

Durchsetzung eines ethisch begründeten Verhaltenscodes mit verbindlicher Gültigkeit in Europa.

Was nicht heißen kann und soll, dass nunmehr die schwedischen Ansichten allgemeine Gültigkeit erlangen, aber es gibt durch den Gierling Report eine gute Rechtsgrundlage, die der Ausgestaltung bedarf.

Europäische Regeln für Doping
Länderübergreifende, verbindliche Bestimmungen mit Benennung der Wirkstoffe, deren Klassifizierung und den allgemein verbindlichen Restmengen bei zulässigen Behandlungen, die dokumentiert, angezeigt und tierärztlich kontrolliert sind.

Es muss endlich eine scharfe Grenze zwischen erlaubter Behandlung (Dokumentationspflicht) und manipulativen Eingriffen gezogen werden und die Sanktionen müssen auch deutlich unterscheidbar sein.

Was aus dieser Liste in Zukunft umgesetzt wird werden wir sehen können.

Der sympathischen Präsidentin ist eine glückliche Hand zu wünschen. Und uns, dass es gelingen möge.


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